Hopfen und Malz, Gott erhalt's.

Mit diesem allseits bekannten Spruch ist dann auch schon fast alles gesagt, wenn es um die Ingredienzien von Bier geht. Denn gutes Bier braucht nur Wasser, Getreiden, Hopfen und Hefe. Den Rest erledigt die jeweilige Brauanlage.

Als Hauptbestandteil jedes Bieres kommt der Wasserqualität höchste Bedeutung zu. Genauso wie die Wassereigenschaften den Geschmack des Bieres mitentscheiden, hat auch der Härtegrad, der den Gehalt an natürlich aus dem Boden gelösten verschiedensten Salzen und Mineralstoffen bezeichnet, großen Einfluss auf die Bierqualität. Österreichs hervorragende Wasserqualität – fast ohne Nitrate und andere Verunreinigungen – prädestiniert Österreich daher als Bierland. Die böhmische Masse und die Alpen verfügen über besonders hochwertige Wasservorräte.

Wichtigster Geschmacksträger des Bieres ist das sogenannte Malz, das aus Braugetreide gewonnen wird. Üblicherweise wird dazu Gerste verwendet mit ihrem hohen Stärkeanteil, geringem Eiweißgehalt und hoher Keimfähigkeit. Vermälzen bezeichnet die Keimung und anschließende Trocknung zur Lockerung des Korninhaltes und Bildung verschiedener Enzyme, die den biotechnischen Prozess des Bier brauens entscheidend beeinflussen.

Weniger ist mehr. Nach diesem Motto ist der Anteil des Hopfens an der Bierherstellung zwar mengenmäßig mit 200 bis 500 Gramm pro Hektoliter Bier fast vernachlässigbar, dafür aber umso wichtiger. Er gilt als „Seele des Bieres" mit seiner charakteristischen Geschmacksnote, der sogenannten „Hopfenbittere“.
Hopfen als wichtige Zutat gibt es erst seit dem Mittelalter, als die Mönche durch Beigabe die Lagerfähigkeit des Bieres entscheidend verbesserten. Hopfenanbau hat im Mühlviertel eine lange Tradition, die bereits ins 13. Jahrhundert zurückreicht.
Die Region „HansBergLand Hopfen“ im Mühlviertel umfasst zur Zeit elf Gemeinden, u.a. St. Stefan am Walde.

Um aus der Bierwürze ein echtes Bier zu brauen – und auch Alkohol entstehen zu lassen – braucht es einen Gärprozess. Dieser wird durch die in der Hefe enthaltenen Mikroorganismen hervorgerufen, wobei Malzzucker in Alkohol umgewandelt wird. Vorwiegend kommen zwei Hefearten zum Einsatz: einerseits untergärige Hefe, und auf der anderen Seite die obergärige Hefe. Wie der Name schon sagt, wird untergärige Hefe bei niedrigen Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad Celsius und obergärige Hefe (wird vor allem für Weizenbiere verwendet) bei etwas wärmeren Temperaturen von 15 bis 21 Grad Celsius verarbeitet.